Ein Feind der Mischkalkulation

Beim ersten Heimspiel des heimischen Baseballvereins galt es gestern zu beweisen das ich ein unbarmherziger Feind ausgeklügelter Mischkalkulationen bin. Da die Verl/Gt. Yaks in der 2009er Saison ein sogenanntes Fanpaket anbieten, das für einen Preis von 20 Euro zum Flatrate-Verzehr berechtigt, musste ich mit ein paar Freunden ausloten wie und wann sich der Break-even-Point erreichen lässt.
Betrachten wir es doch einmal so: Bei “All you can eat/drink” kann man sich richtig die Wampe/Birne vollhauen, ständig nachholen und muss nur einmal bezahlen. Die Kalkulation des Anbieters baut darauf das nicht alle, die das Angebot annehmen über die Stränge schlagen. Das bedeutet das ein paar Leute nur für einen Teil des Geldes Speisen und Getränke zu sich nehmen dürfen um so den übermäßigen Verzehr der richtig Hungrigen und Durstigen auszugleichen.
Der kleine Haken beim Angebot der Yaks: Der Ess- und Trink-Freifahrtschein gilt nur für die Dauer der 2 Spiele die pro Spieltag ausgetragen werden. In der Regel dauert das zwischen 4 und 6 Stunden -  je nach Spielverlauf kürzer oder länger. Man sollte sich als Fan-Paket-Kunde also optimalerweise bereits nach 4 in Stunden der persönlichen Gewinnzone befinden um auf Nummer sicher zu gehen.
Gesagt - getan. Obwohl ich von den Feierlichkeiten des Vorabends noch ein wenig angeschlagen war kann sich meine persönliche Statistik nach 4,5 Stunden schon sehen lassen (ist aber noch ausbaufähig): Getrunken habe ich 9 Weizenbiere (13,50 Euro), gegessen habe ich 2 Hot-Dogs (4 Euro), 3 Steaks mit Sättigungsbeilage (10,50 Euro), ein Würstchen mit Toast (1,50 Euro) und ein Stück Kuchen (1 Euro). Macht zusammen 30,50 Euro. Also habe ich 10,50 Euro gespart.
Ich hätte natürlich niemals für 17 Euro Grillgut und andere Sachen verzehrt wenn ich nicht das Fanpaket in Anspruch genommen hätte. Aber warum nicht auch mal fresstechnisch über die Stränge schlagen? Um, bei normalen Konsum von Grillwaren (sagen wir mal ein Steak oder eine Wurst), überhaupt auf die 20 Euro zu kommen hätte ich nämlich 12 Weizen trinken müssen - und mehr als 3 Liter Bier in der Sonne sind dann auch mir ein wenig zuviel.
Wie auch immer… da nur etwa 4 Leute das Fan-Paket genutzt haben, von denen zwei wirklich die Grenzen ausloteten dürfte die Rechnung der YAKS diesmal noch aufgegangen sein. Beim nächsten Heimspiel werde ich aus diesem Grund versuchen auf 40 Euro zu kommen… sollte doch zu schaffen sein.
Getagged mit Baseball, Bier, Diät, Picknick, Schnaps, Test, Yaks + Kategorie Alles Mögliche
9 Kommentare
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Ich les hier nur noch McDonalds und Flatrate-Fressen… was wurde denn aus Deiner Diät?
Ich mache ja sowas wie die Hollywood-Diät - da darf man zwischendurch auch mal sündigen. Heute hab ich dafür Frühstück und Mittagessen ausfallen lassen… Noch 5 Kilo bis zum 16. Mai könnte zwar eng werden aber ich schaff das…
Bei mir sind 9 Weizen schon 4,5 Liter… immer noch betrunken?
Keineswegs! Am Baseballplatz werden 0,3 Weizen verkauft…
…das sind dann nach 4,5 Stunden 2,7 Liter Weizenbier… also nur zwei Weizen à 0,3 Liter pro Stunde… wie Du schon geschrieben hast: ist noch ausbaufähig…
Wenn ich mich recht erinnere hast Du doch schon am Samstag mindestens 3 x am Buffet zugeschlagen… das is ja ne tolle Diät!
Petze! Das merke ich mir
Wie Bertholt Brecht schon sagte: “Erst kommt das Fressen, dann die Moral.”
Dein Zustand war in keinster Weise am Limit. Auf einen “all you can ….” Wettkampf muss man sich vorbereiten wie auf eine sportliche Auseiandersetzung.
4 Weizen à 0,3 Liter sollten pro Stunde schon zu schaffen sein… streng dich mal mehr an!