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Ich hasse meinen Job (ganz selten)

Warum mein Job manchmal so beschissen ist

Eins vorweg: Ich mache meinen Job gerne. Genau genommen kann ich mir sogar nichts anderes vorstellen als passende Darstellungen für wechselnde Marken, Unternehmen und Produkte zu gestalten. Als Befriedigung empfinde ich meinen Beruf immer dann wenn der Kunde mit meiner Arbeit zufrieden ist und das Ergebnis der Zusammenarbeit den gewünschten Erfolg bringt.

In den meisten Fällen klappt das reibungslos - es gibt aber leider auch die berühmten Ausnahmen, die einem das Leben schwer machen: vernagelte Entscheider mit verrückten Vorstellungen von gutem Design, ohne Visionen, ohne Geschmack und ohne jegliches technisches Verständnis.

Einigen fehlt auch nach dem fünften Layout-Vorschlag noch eine Vorstellung davon was sie eigentlich wollen, einige lehnen alles ab ohne aber Verbesserungsvorschläge parat zu haben und einige erweisen sich als völlig beratungsresistent. Manchmal sogar alles zusammen.

In solchen Fällen frage ich mich echt was die eigentliche Herausforderung meines Jobs ist: Die fachliche Kompetenz oder die Fähigkeit hellseherisch unausgesprochene Wünsche umzusetzen.

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9 Kommentare

  1. Geht mir oft ähnlich… Kunden die keine Ahnung haben was sie wollen nerven ohne Ende und machen die Arbeit echt zur Qual. Mein Chef meint immer: Der Köder muss dem Fisch schmecken - nicht dem Angler… Dumm nur wenn der Fisch nicht mal weiß was ein Köder ist… bzw. was ihm schmeckt…

  2. Viel schlimmer als dieser Stress, sind die Preisvorstellungen heutzutage, gepaart mit dem oben genannten Problem!

  3. Besonders schön ist es dann wenn der Kunde mit so Sprüchen kommt wie:

    Meine Frau hat da schon mal was in Word vorbereitet - das können sie ja übernehmen - dann wird es auch nicht so teuer.

    Wir haben da einen Schüler / Neffen / Enkel der kann sowas auch aber viel billiger.

    Wir brauchen keine (teure) Schulung auf dem Content-Management-System - einer unserer Mitarbeiter kennt sich mit Internet aus.

    und und und…

  4. Ich überlege ernsthaft in Zukunft bereits die Layoutvorschläge kostenpflichtig zu machen.
    Auch wenn es wirklich nur ein verschwindend geringer Teil meiner Kundschaft ist der sich nicht entscheiden kann was er will.
    Bisher dachte ich immer es wäre nur fair wenn der Kunde sieht wofür er die Summe im Angebot zahlen soll…

  5. …tut mir leid aber das geht doch jedem so der mit Kunden arbeitet. Als ich mal aushilfsweise in einem Schuhgeschäft gearbeitet habe kamen auch Leute rein die 20 Paar anprobiert haben (die ich erst aus dem Lager holen musste) und dann keinen gekauft haben… Life sucks!

  6. MarcusTheCarcass meint:

    Während meiner Zeit im Gastronomie-Service (Gott sei’s gedankt das das vorbei ist) hatte ich mal zwei Patienten die beide definitiv “Coquille Saint-Jacques” als Vorspeise bestellt haben, beim servieren haben sie bestritten das bestellt zu haben (konnten sich aber angeblich auch nicht erinnern was sie bestellt haben) und als der Service-Chef an den Tisch gebeten wurden weil die beiden unanständig laut wurden haben sie gesagt sie hätten das doch niemals bestellt weil sie ja gar keinen FISCH mögen…

    Der Service-Chef hat dann gesagt das ICH bestimmt einen Fehler gemacht hätte (Jaja, der Kunde ist König und der König macht nix falsch), sich tausend mal entschuldigt und hat mich erneut die Karte bringen lassen.

    Zur Krönung fragt dann der eine den anderen beim erneuten studieren der Vorspeisenkarte was denn “Coquille Saint-Jacques” wären. Das hörte sich doch interessant an, ob man das nicht mal probieren wolle… ich wär beinah zusammengebrochen… durfte aber dann den Tisch an einen Kollegen abgeben. Der hat sich bedankt denn das Trinkgeld war wohl mickrig…

    Die Jakobsmuscheln die die beiden haben zurückgehen lassen hat übrigens der Servicechef verputzt und wollte es mir hinterher noch vom Lohn abziehen… das Arschloch.

  7. Köstlich… ich meine natürlich die Jakobsmuscheln… naja bei deinem Erfahrungsbericht von der Servicefront musste ich auch schon schmunzeln. Aber ich sehe schon das ich scheinbar nur auf hohem Niveau klage. Schließlich hatte ich in den letzten 11 Jahren gerade einmal 3-4 schwierige Kunden. Andere Arbeitnehmer haben es bestimmt um einiges schwerer.

  8. @MarcusTheCarcass
    Noch nie auf Ether in nem Restaurant gewessen?!! :-)))

  9. MarcusTheCarcass meint:

    @shabba? Als König oder als Bediensteter?

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