Toxic - 1 Girl, 1 Curse, 17 Bodies

Sollte einem von euch, bei der Suche nach DVD’s, mal der Film “Toxic - 1 Girl, 1 Curse, 17 Bodies” über den Weg laufen - lasst besser die Finger davon. Das Cover und die Inhaltsangabe lässt einen zwar vermuten “Toxic” sei ein Film im Stil von Crank, Sin City oder Kill Bill und aufgrund der fehlenden Altersfreigabe könnte man darüber hinaus auch noch auf die Idee kommen das es brutal und schmutzig wird… Pustekuchen!!! “Toxic” ist nämlich einer der schlechtesten Filme die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe… und das soll schon was heißen.
Die junge Lucille flieht aus einer psychiatrischen Klinik. Eine Situation, die ihrem Vater, dem Gangsterboss Van Sant, alles andere als gefällt, denn schlussendlich wird Lucilles Weg bei ihm enden. Er glaubt, dass Lucille verflucht ist und jedem, der in ihre Nähe kommt, den sicheren Tod bringt. Und tatsächlich hinterlässt das Mädchen eine Menge Leichen auf ihrer Reise durch die Stadt. Grund genug für Van Sant seine zwei besten Killer anzusetzen, um seine Tochter davon abzuhalten, in seine Reichweite zu kommen. Doch sein Plan scheitert auf drastische Weise…
Kaum zu glauben aber hinter dieser Inhaltsangabe versteckt sich ein blutleerer, unorigineller Möchtegern-Gangsterfilm mit schwachen Darstellern und einem visuellen Stil der mich beim Betrachten an den Rande eines epileptischen Anfalls brachte. Jump-cuts, Slowmotion und Überblendungen sind schnell und wirr aneinander gereiht, in vielen Szenen ist das Bild viel zu kontrastreich und soetwas wie Bildführung fehlt völlig.
Die Dialoge in “Toxic” sind so mies vorgetragen als hätten die Darsteller am Set gemerkt das der Film eine Katastrophe ist und wollten dann durch besonders schlechte Leistungen die Veröffentlichung verhindern. Der ganze Streifen sieht von Anfang bis Ende einfach billig aus und die Handlung ringt dem Zuschauer lediglich ein paar Gähner ab. Von Spannung oder Aufregung keine Spur.
Womit sich “Toxic” das FSK18-Label verdient hat bleibt mir ein Rätsel. Mehr Brutalität, Sex und nackte Haut als in “Toxic” kriegt der deutsche Fernsehzuschauer bereits im Vorabendprogramm serviert. Das laut Filmtitel 17 Personen dran glauben müssen klingt zwar martialisch, ist aber wohl reine PR - bei der müden Story wird sich wohl auch nie jemand ernsthaft die Mühe machen nachzuzählen.
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3 Kommentare
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Schlimmer als “Death Proof” geht eh nicht!
Hab den Film vor einiger eit in der Videothek ausgeliehen und das bitter bereut. @shabbe: Doch, dieser Film ist viel, viel, viel schlimmer als Death Proof.
…hab ihn auch ausgeliehen…fand ihn anfangs interessant gemacht aber dann nur noch Langeweile ohne Ende…Story mau… Schauspieler auch.