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Stephen King - Die Arena

Stephen King - Die Arena

Seit 9 Jahren (damals: Der Sturm des Jahrhunderts) habe ich, aus zwei Gründen, kein Stephen King Buch mehr in der Hand gehalten. Ein Grund war das, nachdem ich “The Stand” gelesen hatte, alle späteren Werke von King auf mich eher schwach wirkten - der zweite war das seine Art Charaktere zu beschreiben und sein Schreibstil mich zu langweilen begann. Als meine Mutter mir nun zu Weihnachten (oder zum Geburtstag?) das knapp 1300 Seiten starke Buch “Die Arena” schenkte musste ich dem Altmeister unfreiwillig wieder eine Chance geben.

Der Roman basiert auf einer simplen Idee: eine für King typische, amerikanische Kleinstadt wird von jetzt auf gleich durch eine Kuppel von der Außenwelt abgeschnitten. Zu Beginn lebt der Roman von Ereignissen, die direkt mit dem Auftauchen der Kuppel in Verbindung stehen: schreckliche Unfälle passieren, Menschen werden tödlich verletzt.

Nach und nach wird der Leser in den Mikro-Kosmos von Chester’s Mill eingeführt, zahlreiche Personen werden vorgestellt und recht schnell empfindet man Sympathie und Antipathie für die einzelnen “Insassen” der Kuppel.

Die Existenz Kuppel tritt dann mehr und mehr in den Hintergrund und die Machenschaften einiger Bewohner geraten in den Fokus der Geschichte. Innerhalb von kürzester Zeit wandelt sich der Roman in eine beunruhigende Sozialstudie, in der analysiert wird, wie sich Menschen unter Extrembedingungen verändern.

Die anschließenden z. T. heftigen Brutalitäten haben dann auch gar nichts mehr mit der Kuppel zu tun, sondern sind ausschließlich auf die Entscheidungen von machtbesessenen und religiös verblendeten Menschen zurückzuführen.

Trotz der etwas dünnen Story fesselte mich “Die Arena” (richtig übersetzt hätte das Buch “Unter der Kuppel” heißen müssen) von Anfang an. Innerhalb von 3 Tagen und nur unterbrochen von den Protesten meiner Freundin las ich das Buch in jeder freien Minute.

King’s Art, derartige Kleinstädte mit Leben zu füllen funktionierte für mich im abgeschotteten Chester’s Mill so hervorragend das ich bereit gewesen wäre weitere 1000 Seiten zu lesen - leider endet das Buch dann, für mich, sehr enttäuschend mit einer Art Happy-End und einer ebenso banalen wie irrationalen Auflösung zur Kuppelentstehung.

Unterhaltsam war es trotzdem… ich werd jetzt aber wohl wieder einige Jahre keinen King mehr anfassen…

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5 Kommentare

  1. Mister Twister meint:

    Ich habe während der Feiertage “Stark – The Dark Half” von King gelesen und fand es atemberaubend. Kennste das?

  2. Ja kenne ich - ist auch eines seiner besten Bücher wie ich finde. Muss ich heute auch immer noch dran denken wenn ich mal einen Schwarm Stare sehe.

  3. Ich hab das Buch im November gekauft als es gerade frisch auf den Markt gekommen ist.

    Nach 3 Wochen hatte ich es endlich geschafft es bis zu Ende zu lesen und frage mich nun ob ich es verkaufen oder doch in mein Bücherregal stellen soll - noch einmal lesen werde ich es definitiv nicht.

    Es ist zwar kein schlechtes Buch aber auch nicht der überragende Knüller den ich anderen weiterempfehlen würde.

  4. “The Stand” ist einfach unschlagbar… danach hätte er kein Buch mehr schreiben müssen…

  5. Sehe ich genauso…

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