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Pop-up-Bücher

Pop-Up-Bücher sind der Hammer

Bei einem Grillabend vor zwei Wochen kamen wir über Umwege (dazu später mehr) auf das Thema Pop-up-Bücher zu sprechen. Als kleines Kind habe ich die Dinger geliebt und war fest davon überzeugt das es sowas heute gar nicht mehr gibt. Weit gefehlt. Allein bei Amazon werden mehr als 600 Titel zum Thema angeboten, darunter auch zahlreiche Ratgeber, die erklären wie man selbst Pop-up-Bücher bastelt. Um zu sehen ob die Magie von damals noch in den Pop-Ups steckt habe ich mir zwei Titel bestellt: Struwwelpeter (das hatte ich als kleines Kind schon) und Moby Dick (einer meiner Lieblingsromane).

Während das Struwwelpeter-Buch von den Pop-Ups her nicht wirklich aufregend war und nur wegen des Nostalgiefaktors punkten konnte ist das Moby Dick ganz großes Kino. Die Pop-Ups und beweglichen Teile sind der absolute Hammer. Wieviel Handarbeit alleine für die erste Seite (Segelschiff) notwendig war möchte ich gar nicht wissen. Das Buch ist schlicht und einfach beeindruckend.

Obwohl die Handlung des Romans natürlich nur stark verkürzt dargestellt werden kann ist sie inhaltlich korrekt. Wir haben mehr als eine Stunde damit zugebracht alles auf- und auszuklappen und hatten riesigen Spaß.

Den Anstoß zum ganzen Thema Pop-Up gab übrigens der Bruder zweier Freunde, der als Abschlussarbeit für sein Studiums alle 12 Monate des Jahres 2010 in Form eines Pop-Ups erstellt hat:

Faltjahr 2010, kein Jahresplaner und auch kein Kalender im üblichen Sinne, vielmehr zwölf DIN-A4-formatige, im aufgeklappten Zustand DIN-A3-große, aufwändig als Wandskulpturen gefertigte, Pop-up-Objekte.

Jedes Monatsmotiv -als Einzelstück aufgehängt- ein ungewöhnlicher Hingucker zur anspruchsvollen Raumgestaltung.

Monochrom weißes Papier in schlichter Eleganz bringt Monatsthemen in reduzierter Form zum Ausdruck. Das Faltjahr 2010 zeigt, wozu Papier fähig ist.

Die dazugehörige Projekt-Homepage www.faltjahr2010.de kann ich wärmstens empfehlen. Im Making-of Video erhält man auch eine Idee wie aufwendig es ist anspruchsvolle Pop-Ups zu erstellen.

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7 Kommentare

  1. Popup-Bücher hab ich ewig nicht mehr gesehen…cool. Was nach meiner Erfahrung momentan bei den ganz Kleinen schwer angesagt ist sind “Was ist was” Junior Bücher mit sog. Entdeckerklappen. Das kommt den Popups schon recht nah…

  2. Diese “Licht an” Bücher mit Taschenlampe sind auch groß in Mode…

  3. Das Moby Dick ist fett - aber wohl eher nicht für kleine Kinder geeignet - die nehmen das in Nullkommanix auseinander ;-)

  4. Ich habe mal ein Pop-Up von die “Kleine Raupe Nimmersatt verschenkt” - laut Buchhändler der Klassiker unter den (deutschen) Kindergarten-Pop-up-Büchern - fand aber 20 euro für das Teil ganz schön happig.

  5. das moby dick sieht sehr gut aus!

    das video von faltjahr ist sehr gut, zeigt aber im grunde nur die fertigstellung einer der monate. was da an vorarbeit drin steckt, ist unglaublich. angefangen vom konzept, dem design, und dann die komplexe umsetztung. da waren so einige testläufe notwendig :)

    weitere arbeiten des herstellers sind hier zu sehen. besonders empfehlenswert, die around the spot animation (unter graphics) und natürlich die tollen cover designs ;) :
    http://www.johannvolkmer.de/

  6. Mister Twister meint:

    Wenn man sich das Making-of von Faltjahr angeschaut hat kommt man auf jeden Fall nicht nmehr auf die Idee das selbst mal zu versuchen :-D Sieht nach einer Menge Fummelarbeit aus…

  7. Eignet sich das Moby Dick Deiner Meinung nach für ein 7-jähriges Kind? Oder ist das vom Aufbau her so anfällig das man ganz vorsichtig damit umgehen muss?

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