John Grisham - The Confession

Wow… ist es doch tatsächlich schon 20 Jahre her das ich das letzte Mal ein Buch von John Grisham gelesen habe. Damals, ich denke so 92/93, wurde “Die Firma (The Firm)” von mir wahrhaft verschlungen. Den Roman fand ich (im Gegensatz zum Film mit Tom Crazy Cruise) wirklich außergewöhnlich spannend und er gehört immer noch zu meinen Top Ten.
Danach habe ich irgendwann mal angefangen “Die Akte (The Pelican Brief)” zu lesen, bin aber nie über die ersten 100 Seiten hinaus gekommen.
Viele von Grishams späteren Werken wurden ja verfilmt und so bin ich dann über die Jahre (mehr oder weniger freiwillig) in den Genuss von Werken wie “Der Klient”, “Die Jury”, “Die Kammer”, “Der Regenmacher” und “Das Urteil” gekommen. Alles solide Unterhaltung aber alles auch Justizgeschichten und alles nicht überragend.
Vor 14 Tagen ist mir dann, in der englischen Abteilung von Thalia, eine der aktuelleren Veröffentlichungen von Grisham in die Hände gefallen: “The Confession”. Aus Mangel an Beweisen Alternativen und wegen des niedrigen Preises (3 Euro) habe ich das Taschenbuch einfach mal “auf gut Glück” gekauft.
In 1998, in the small East Texas city of Sloan, Travis Boyette abducted, raped, and strangled a popular high school cheerleader.
He buried her body so that it would never be found, then watched in amazement as police and prosecutors arrested and convicted Donté Drumm, a local football star, and marched him off to death row.
Now nine years have passed. Travis has just been paroled in Kansas for a different crime - Donté is four days away from his execution. Travis suffers from an inoperable brain tumor. For the first time in his miserable life, he decides to do what’s right and confess.
But how can a guilty man convince lawyers, judges, and politicians that they’re about to execute an innocent man?
Der Klappentext war soweit ganz o.k. - eben das was man von Grisham erwarten kann. Auch wenn das Thema “Death Row” schon ein wenig ausgenudelt ist fand ich den Roman relativ unterhaltsam, wenn auch stellenweise etwas langatmig.
Die ersten beiden Drittel würde ich sogar als spannend bezeichnen, weil es dort sprichwörtlich um Leben & Tod geht. Danach baut das Buch aber bedauerlicherweise rapide ab und selbst der letzte Plot, der einen in der Erwartung eines großen Finales, noch bei der Stange hält verebbt beinah bedeutungslos.
Vielleicht darf man “The Confession” auch nicht als reinen Roman betrachten, denn im Grunde ist es ein kleines Manifest gegen die Todesstrafe und den Zustand der amerikanischen Justiz. Lässt man sich darauf ein funktioniert der Plot und man liest die knapp 500 Seiten, wie ich, in kürzester Zeit.
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3 Kommentare
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Hab mir vor ein paar Wochen auf dem Wühltisch die DVD “Das Urteil” mit John Cusack gekauft. Für einen Film der hauptsächlich im Gerichtssaal spielt fand ich den ziemlich gut….
Das witzige an dem Film ist das es im Buch eigentlich um Zigaretten geht und nicht um Waffen.
Hat man ein Grisham Buch gelesen - hat man alle gelesen…